„Letzte Ausfahrt GREXIT?“ Wie weit geht die Bereitschaft zur Unterstützung Griechenlands? Ein aktuelleres Thema hätte sich der Redner für seinen Vortrag in der Kundenhalle nicht auswählen können: „Ist ein Ausscheiden der Griechen aus dem Euro denkbar?“ Diese Fragen beantwortete der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Alexander Graf Lambsdorff vergangene Woche in der Aachener Bank.

„'Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele' – dies ist das Motto der Genossenschaftsbanken. Ein Gedanke, der auch für ein vereintes Europa entscheidend ist“, erklärt Jens Ulrich Meyer, Vorstandsmitglied der Aachener Bank. „Als regionale Volksbank vor Ort beteiligen wir uns gerne mit der jährlich stattfindenden Veranstaltung in unserem Hause am Rahmenprogramm.“

Der Einladung von Aachener Bank, Stiftung Internationaler Karlspreis und der Stadt Aachen war nicht nur der FDP-Mann Graf Lambsdorff gefolgt: Rund 200 Interessierte waren in die Theaterstraße 5 gekommen, um den Vortrag zur aktuellen Lage der europäischen Union und deren  „Sorgenkind“ Griechenland anzuhören und im Anschluss mit dem Politiker zu diskutieren.

„Wie bewerten Sie die Situation der vielzitierten reichen Reeder in Griechenland?“, „Würde eine Abwertung der Landeswährung nicht den nationalen Markt stärken?“ und „Welche Chancen sehen Sie für die Griechen?“ waren einige der Fragen aus dem Plenum, denen sich der Vizepräsident des Europäischen Parlaments stellte. „Alexander Graf Lambsdorff ist Freund des Karlspreises und Freund unserer Stadt“, erklärt Dr. Jürgen Linden, Sprecher des Karlspreis-Direktoriums. „Es ist schön, die regionale Note – auch unsere Wahl des Preisträgers – damit unterstreichen zu dürfen, wenn er in der Aachener Bank spricht.“

Der internationale Karlspreis zu Aachen wird am 14. Mai 2015 an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Dr. h.c. Martin Schulz verliehen. Schulz war elf Jahre lang Bürgermeister der Stadt Würselen.