Erfahrungsbericht kadawittfeldarchitektur

von Christoph Kremer

Was haben Sie erlebt?

Im Vorfeld hatte ich mich natürlich schon ein wenig über das Unternehmen informiert, dass ich ca. eine Woche lang besuchen durfte. Ein wenig informiert heißt: Ich habe die Homepage besucht und mit meinem Ansprechpartner Frau Nicole Hellen über Arbeitsbeginn, Parkplatzmöglichkeiten, Arbeitskleidung, etc. gesprochen.
Trotzdem war ich an meinem ersten Tag überwältigt, von den dann doch großen Unterschieden, die sich zwischen unserer Bank und Firma kadawittfeldarchitektur auftun. Es fing schon an, als ich unten in der Aureliusstraße 2 einen Besucherausweis bekommen habe und am Aufzug wartete, um auf die 10. Etage zu fahren, wo das Unternehmen angesiedelt ist. Ich schaute die Menschen vor dem Lift an und fragte, ob Sie alle bei kadawittfeldarchitektur arbeiteten. Die Frage wurde bejaht, und so stellte ich mich mit Vor- und Nachnamen einem nach dem anderem vor und erklärte anschließend das 2-Blickwinkelprojekt. Im Aufzug klärte mich dann ein junger Mann auf, dass sich im Betrieb fast ausschließlich geduzt wird. Also sollte ich den Nachnamen am besten weglassen.

Als ich aus dem Auszug ausstieg, kam die zweite Erkenntnis. kadawittfeldarchitektur hat eine traumhafte Büroaussicht. An die Sicht über fast ganz Aachen hätte ich mich durchaus gewöhnen können. Im Verlauf des restlichen Tages, fielen mir noch einige weitere Dinge auf.

1. kadawittfeldarchitektur arbeitet mit einem Gleitzeitsystem. Das heißt, dass die Mitarbeiter etwas später zur Arbeit kamen, als ich das in meinem Unternehmen gewohnt war. Natürlich ist das Entscheidende, auf die nötige Anzahl an Arbeitsstunden zu kommen, weshalb die Mitarbeiter dafür abends länger bleiben.

2. Architekten wirken jünger. Das mag einerseits daran liegen, dass kadawittfeldarchitektur  sehr viele Studenten beschäftigt. Andererseits gibt es dort keine bestimmten Vorgaben, was Kleidung angeht. Es muss also kein Anzug getragen werden. Ist für mich auch logisch, da Architekten nicht jeden Tag Kundenkontakt haben.

3. Die Büros sind anders aufgebaut. Im Gegensatz zu meiner Bank, wo es viele kleine Büros für Beratung und Backoffice gibt, hat kadawittfeldarchitektur  eher wenige und dafür größere offenere Büros für die Mitarbeiter. Das ist wichtig, weil sie sich die Teams bei der Planung großer Projekte untereinander viel austauschen müssen.

Wie haben Sie die Erkundungswoche verbracht?

Grundsätzlich war ich immer an der Seite von Pia Hartung, die eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement bei kadawittfeldarchitektur macht und die damit meine direkte Ansprechperson neben Nicole Hellen war. Pia war so nett und hat ein kleines Programm vorbereitet für meine Zeit bei kadawittfeldarchitektur. So kam es, dass ich praktisch eine ganze Führung durch die gesamten Aachener-Baustellen des Unternehmens bekommen habe. Hierbei war für mich besonders beeindruckend, dass es in einem Projekt schon fertig modellierte Wohnungen gibt, aber gleichzeitig fünfzig Meter weiter nur der Rohbau fertig ist.

Pia zeigte mir außerdem ihre Hauptaufgaben im Büromanagement. Diese bestanden aus der Kalenderpflege bzw. Urlaubsplanung von Mitarbeitern, der Zahlungsübernahme von Geschäftsreisen, der internen aber auch externen Kommunikation, dem Verteilen von Post  und noch Vielem mehr.
Die Damen im Büro waren für mich so etwas  wie „die Mädchen für alles“, ohne die der Laden nicht laufen würde.

Bei den Baustellenbesichtigungen aber auch im Büro sah ich häufig die Verbindung zwischen Bank und Unternehmen. Auf der Baustelle konnte ich live mit ansehen, wie weit fortgeschritten die Projekte sind. Von diesem Fortschritt hängt ab, ob Teile eines Darlehens ausgezahlt werden oder nicht.
Des Weiteren ist natürlich das Online-Banking sehr wichtig für ein Unternehmen. Nicht nur für allgemeine Zahlungen sondern auch beispielsweise, um die Gehälter an Mitarbeiter überweisen zu können.
Mir wurde außerdem klar, wie wichtig eine Firmenkreditkarte für Mitarbeiter ist, die sehr viel für das Unternehmen reisen.

Was war Ihr persönliches Erfolgserlebnis?

Am letzten Tag besuchte ich noch die PR-Abteilung und die Modellwerkstatt. In der PR-Abteilung wurde mir sehr viel über schon fertige Projekte erzählt, über die Öffentlichkeitsarbeit des Büros und über den Ablauf der Kommunikation vom  Wettbewerb bis zum fertigen Bauprojekt. Die Werkstatt war eines meiner Highlights bei kadawittfeldarchitektur. Grob gesagt, ist der Sinn der Werkstatt, ein Projekt in Miniaturgröße möglichst detailgetreu zu bauen, um es den Bauherren vorzustellen. Für mich waren die kleinen Miniaturbauten wahnsinnig schön anzuschauen. Darüber hinaus bekam ich den Auftrag, das Logo der VR-Banken mit einem Zeichen-Programm neu zu gestalten und mit einer hochmodernen Laser-Cut-Maschine auszuschneiden. Ich dachte zwar immer, ich sei was Kunst und so etwas angeht, unbegabt, aber ich habe es geschafft, etwas zu gestalten, was gar nicht mal so schlecht aussieht. Seht selbst…

Wie ist Ihr Fazit der Erkundungswoche?

In meiner Zeit bei Kadawittfeldarchitektur konnte ich sehr viele Erfahrungen sammeln und habe Seiten an mir entdeckt, die ich selbst nicht kannte (siehe mein VR-Logo).
Ich wusste zwar vorher schon, dass Kadawittfeldarchitektur ein großes Unternehmen ist, aber dass die Firma so viele große verschiedene Projekte gebaut haben und bauen, hat meine Erwartungen noch übertroffen.
Für mich war es sehr interessant mal die andere Seite kennen zu lernen zwischen Bank und Firma.
Ich habe mich sehr gut mit allen Mitarbeitern verstanden und hoffe, ich konnte das Projekt
2-Blickwinkel allen näher bringen.

Alles in allem, war es eine sehr gelungene Woche, auf die ich gerne zurück schaue.