Erfahrungsbericht DRP Randerath & Partner

von Lisa Amkreutz

Was haben Sie erlebt?

Einen gewissen Zeitraum vor dem Austausch habe ich in dem Unternehmen angerufen und mich schon mal telefonisch vorgestellt und das Projekt erklärt. Gemeinsam mit meinem Ansprechpartner habe ich ein paar Formalitäten geklärt, zum Beispiel wann und wo ich an meinem ersten Arbeitstag erscheinen muss, welche Kleidung ich tragen sollte und welche Unterlagen ich mitbringen muss.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon einen kleinen Eindruck von den Mitarbeitern vor Ort bekommen, da am Telefon alle sehr freundlich zu mir waren. Im ganzen Unternehmen wurde Interesse an dem Projekt gezeigt, was mir sehr gut gefallen hat.

Wie haben Sie die Erkundungswoche verbracht?


Während der Austauschwoche vom 18.06.2018-22.06.2018

Montagmorgen um 9 Uhr hat meine Arbeitszeit in der Kanzlei begonnen. Ich wurde sofort ganz herzlich empfangen und wurde in meine Abteilung geführt. Dort angekommen ist mir sofort aufgefallen, dass ein sehr angenehmes Arbeitsklima herrscht.
Alle Mitarbeiter haben sich bei mir vorgestellt und haben großes Interesse an dem Projekt und an meiner Person gezeigt, zum Beispiel in welchem Lehrjahr ich bin, wann unsere Abschlussprüfung ist und wie die mündliche Prüfung bei uns aufgestellt ist.
Bevor ich starten konnte, habe ich eine Verschwiegenheitserklärung mit einem Partner erläutert und unterschrieben. Dies kam mir bekannt vor, da es bei uns in der Bank das Bankgeheimnis gibt, welches vergleichbare Inhalte widerspiegelt.

Von da an ging es direkt los, ich wurde direkt in den Alltag hineingeführt. Gestartet haben wir mit der Erstellung der Lohn- und Gehaltsabrechnungen für Unternehmen. Dazu gehört die Berechnung und Eintragung der Fahrtkosten, Reisekosten sowie die Personal-datenerfassung. Im Anschluss haben wir uns diese angesehen und auf Fehler geprüft.

Ebenfalls am Montag habe ich erfahren, dass das Unternehmen für andere die Buchführung übernimmt und Rechnungen soweit vorbereitet, dass sie quasi nur noch mit einem Knopfdruck bezahlt werden müssen. Diese Erkenntnis hat mich Anfangs ein wenig verwundert, da ich nicht damit gerechnet hätte, diese Arbeitsschritte in einem Steuerbüro vorzufinden. Im Anschluss wurde mir aber erklärt, dass die Übernahme der Buchführung durch die Kanzlei von Unternehmen sehr willkommen ist, da die Mandanten dadurch enorm an Zeit gewinnen und nicht alles selber machen müssen.

Anschließend haben wir uns erst mal mit verschiedenen allgemeinen Themen beschäftigt, wie zum Beispiel die verschiedenen Sozialversicherungen und deren Beiträge, der Einkommens,- und Gewerbesteuer, den Tarifverträgen und den Regelungen von Minijobs sowie die dazugehörigen Gleitzonen.

Eine weitere Aufgabe war natürlich die Erstellung einer Steuererklärung.
Diese habe ich gemeinsam mit einer Mitarbeiterin erstellt. Die dazu gehörenden Belege durfte ich selbstständig zuordnen. Dies hat mir großen Spaß gemacht, da ich mich durch die Bank schon ein wenig damit auskannte.

Ein anderer Tag stand rund um das Motto Jahresabschluss.
Wir haben einen Jahresabschluss auf generelle Fehlerquellen geprüft und eine abschließende Ausfertigung für den Mandanten erstellt, die ihm dann zugesendet wird.
Da ich mich schon etwas mit Bilanzen auskenne, konnte ich alles relativ gut nachvollziehen.

Die letzten beide Tage bin ich mit einem Mitarbeiter zu einem Kunden gefahren und wir haben dort in dem Unternehmen gearbeitet.
Zuerst habe ich einen Eindruck von dem Unternehmen bekommen. Wir haben einen Rundgang gemacht und sind durch das Lager gegangen. Mir wurden die Strategien und die Entstehung dieses Unternehmens erklärt.
Im Anschluss haben wir uns an die Arbeit gemacht , um einen Jahresabschluss zu erstellen.

Was war Ihr persönliches Erfolgserlebnis?

An jedem meiner fünf Arbeitstage konnte ich verschiedene Parallelen zu meinem Beruf als Bankkauffrau erkennen. Dadurch habe ich verschiedene Arbeitsabläufe schnell verstanden beziehungsweise durfte dann auch selber tätig werden.

 

Wie ist Ihr Fazit der Erkundungswoche?

Etwas schade fand ich, dass ich im Gegensatz zu meinen Kollegen keinen Azubi hatte, der für mich verantwortlich war. Doch als ich die Mitarbeiter im Unternehmen kennen gelernt habe, waren meine Zweifel verflogen und habe ich mich wohl gefühlt.
Ebenfalls anders verlief mein Tagesablauf, denn ich war nicht in einem Unternehmen eingesetzt, das zum Beispiel etwas herstellt, oder wo ich hätte tatkräftig mit anpacken können.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass es eine sehr spannende und aufregende Woche war. Ich habe durch dieses Projekt gelernt, meinen Arbeitgeber ein Stück weit mit anderen Augen zu sehen. Sei es in dem Bereich der Ausbildung oder generell als Unternehmen. Aus diesem Austausch konnte ich vieles für meinen Alltag, sei es beruflich oder privat mitnehmen. Zum Beispiel würde ich mir jetzt zutrauen meine Steuererklärung ganz alleine zu machen. Vielen Dank dafür.